Viele Menschen starten motiviert ins Training – und wundern sich trotzdem über schnelle Erschöpfung, schwere Beine oder ausbleibende Fortschritte.
Ein oft unterschätzter Faktor dabei ist die Hydration.
Wasser ist an nahezu allen körperlichen Prozessen beteiligt – besonders bei Bewegung. Trotzdem machen viele rund ums Training dieselben Trinkfehler. Hier sind die 7 häufigsten – und was du besser machen kannst.
1. Nur trinken, wenn du Durst hast
Durst ist kein Frühwarnsystem, sondern ein spätes Signal.
Wenn du Durst verspürst, hat dein Körper bereits Flüssigkeit verloren.
Gerade beim Sport kann das bedeuten:
- schnellere Ermüdung
- geringere Leistungsfähigkeit
- schlechtere Konzentration
Besser:
Schon vor dem Training bewusst trinken – nicht erst, wenn der Körper reagiert.
2. Zu wenig vor dem Training trinken
Viele starten ihr Workout leicht dehydriert, besonders:
- morgens
- nach langen Arbeitstagen
- nach Kaffee oder Stress
Das kann sich bemerkbar machen durch:
- frühere Erschöpfung
- ein „schweres“ Körpergefühl
- geringere Belastbarkeit
Faustregel:
Etwa 300–500 ml Wasser in den 1–2 Stunden vor dem Training – angepasst an Körpergröße und Intensität.
3. Zu viel während kurzer Einheiten trinken
Mehr ist nicht automatisch besser.
Bei kurzen oder moderaten Trainingseinheiten (z. B. unter 60 Minuten) kann übermäßiges Trinken den Magen belasten und das Training unangenehm machen.
Besser:
Kleine Schlucke, nur bei Bedarf – statt große Mengen auf einmal.
4. Nach dem Sport nicht ausgleichen
Nach dem Training ist der Flüssigkeitsbedarf oft erhöht – vor allem durch:
- Schwitzen
- erhöhte Körpertemperatur
- Stoffwechselaktivität
Wird dieser Bedarf nicht ausgeglichen, kann das:
- die Regeneration verzögern
- zu Müdigkeit im Alltag führen
- das Wohlbefinden beeinträchtigen
Tipp:
Nach dem Training bewusst trinken, auch wenn kein starker Durst besteht.
5. Elektrolyte komplett ignorieren
Mit dem Schweiß verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch Elektrolyte wie Natrium oder Kalium. Gerade bei intensiven oder längeren Einheiten kann ein Ungleichgewicht entstehen.
Wichtig:
Nicht jedes Training erfordert Sportgetränke – aber bei starkem Schwitzen oder langen Belastungen kann ein Elektrolytausgleich sinnvoll sein.
6. Immer eiskalt oder sehr warm trinken
Extrem kalte Getränke können den Magen belasten, sehr warme Getränke werden oft schlechter akzeptiert. Beides kann dazu führen, dass insgesamt weniger getrunken wird.
Besser:
Wasser in einer Temperatur, die sich angenehm trinken lässt – das unterstützt eine gleichmäßige Flüssigkeitszufuhr.
7. Die Qualität des Wassers außer Acht lassen
Wasser ist nicht gleich Wasser.
Neben der Trinkmenge spielt auch eine Rolle, wie gut das Wasser aufgenommen wird und wie angenehm es sich trinken lässt.
Viele Menschen trinken automatisch mehr, wenn:
- das Wasser weich schmeckt
- es bekömmlich ist
- keine Zusätze nötig sind
Genau hier setzen moderne Ansätze an, Wasser gezielt zu veredeln, um die tägliche Hydration zu erleichtern – besonders im aktiven Alltag.
Fazit: Hydration ist Teil deines Trainings
Richtig trinken gehört genauso zum Sport wie Bewegung und Regeneration.
Wer typische Trinkfehler vermeidet, unterstützt den Körper dabei:
- leistungsfähig zu bleiben
- sich besser zu regenerieren
- sich insgesamt wohler zu fühlen
Nicht Perfektion zählt – sondern Bewusstsein.
Kurz zusammengefasst:
- Trinke nicht erst bei Durst
- Achte auf dein Trinkverhalten vor & nach dem Sport
- Höre auf dein Körpergefühl
Und vergiss nicht: Auch die Qualität des Wassers spielt eine Rolle
Vielleicht interessiert dich auch unser Artikel: Was im Körper passiert, wenn Flüssigkeit fehlt